Die Gemeinderäte haben das Wort
Vor 15 Jahren wurde in Filderstadt ein kleines Mädchen ermordet, dessen Eltern haben das Kelly-Insel-Projekt ins Leben gerufen.
Vor sechs Jahren war dieses Thema in aller Munde, jede Woche berichtete das Korber Mitteilungsblatt über die Errichtung von ein bis zwei neuen Kelly-Inseln. Zahlreiche Schaufenster ziert das Kelly-Logo. Nun sind sechs Jahre vergangen, es ist ruhig um dieses Projekt geworden, vielen Bürgern ist die Bedeutung dieser wichtigen Einrichtung inzwischen fremd geworden. Deshalb möchte ich dieses Thema wieder neu beleben.
„Kelly-Inseln“, so wird das Kinderschutzprojekt der kommunalen Kriminalprävention genannt. Es setzt an der Information von Eltern und Kindern in Kindertagesstätten und Grundschulen an und unter diesem Namen wurden im öffentlichen Raum viele sichere, von der Polizei geprüfte Anlaufstellen für konkrete Hilfen für Kinder ins Leben gerufen. Viele Korber Geschäfte wurden vor ca. sechs Jahren als Kelly-Inseln zertifiziert und mit einem entsprechenden Logo im Schaufenster ausgestattet. Zumeist sind es die kleinen Nöte, die Kinder plagen können, z.B. ein Pflaster für ein verletztes Knie. Falls es jedoch vorkommen sollte, dass sich ein Kind verfolgt oder bedrängt fühlt, dann wird es ernst, dann kommt der Ursprungsgedanke dieser Einrichtung zum Tragen.
Die Einrichtung der Kelly-Inseln ist ein Ausdruck gelebter Solidarität in einer lebendigen Gemeinde. Aber diese Solidarität muss ergänzt werden durch die Zivilcourage und das wachsame Auge aller Bürger.
Susanne Bloching, Fraktion CDU/Freie Wähler
Quelle: Korber Mitteilungsblatt Nr. 19, 7.5.2015, Seite 6.