Heute: Susanne Bloching
Gemeinschaftsschule Korb – Bildung als Standortfaktor
Noch vor wenigen Jahren sorgte sich der Gemeinderat, ob es Korb gelingen wird, auch künftig eine weiterführende Schule, vorzuhalten. Ringsum schlossen die Hauptschulen, dorthin wollten nur noch wenige. Dann sind wir als eine der ersten Gemeinden in diesem Raum das Wagnis eingegangen, unsre Schule in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln. Unsere Werkrealschule war einzügig. Die Auflage für die Gemeinschaftsschule war eine Zweizügigkeit. Woher die Schüler nehmen? Der erste Jahrgang begann sogar dreizügig. In den Folgejahren ging es wegen beschränkter räumlicher Kapazität mit einer Begrenzung auf zwei Züge weiter. Viele auswärtige Schüler mussten abgewiesen werden, Korber Schüler wurden und werden prinzipiell aufgenommen. Das Besondere dieser Schulart ist, dass hier Schüler aller Begabungsstufen gemeinsam lernen. Es ist eine verpflichtende, gebührenfreie Ganztagesschule. Als Schulabschlüsse sind Hauptschulabschluss und Realschulabschluss möglich.
Diese innovative Pädagogik braucht andere Ausstattungen als herkömmliche Schulen. Mit Ende des Schuljahres 2016/17 werden alle Korber Grundschüler ausschließlich am Standort Urbanstraße unterrichtet, die Schule platzt aus allen Nähten. Aus diesen Gründen muss die Gemeinschaftsschule am Standort Urbanstraße (früher Urbanschule) saniert und erweitert werden. Dies wurde vom Gemeinderat längst beschlossen und muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Diese Maßnahmen stellen eine hohe finanzielle Belastung für die Gemeinde dar. Sie sind jedoch eine Investition in die Zukunft, eine lohnende Investition in und für unsere Kinder.
Susanne Bloching, Fraktion CDU/Freie Wähler
Quelle: Korber Mitteilungsblatt Nr. 44, 29.10.2015, Seite 8.