Die Gemeinderäte haben das Wort
Im Oktober 2015 wurde das Wettbewerbsverfahren mit 21 beteiligten Ingenieurbüros abgeschlossen. Jetzt wurde dem Gemeinderat die mit Spannung erwartete erste grobe Kostenschätzung mitgeteilt. Das Büro Löhle Neubauer Architekten aus Augsburg hatte den ersten Preis gewonnen und kam jetzt auf 11,6 Millionen Gesamtkosten. Im Haushalt sind für die Umgestaltung der Schule 6,8 Millionen Euro eingestellt. Grundlage hierfür war ein Entwicklungskonzept des Büros Schneidermeyer aus dem Jahre 2014.
Das Entsetzen im Gemeinderat, bei der Verwaltung und besonders beim Kämmerer war riesengroß. Die Gemeinde muss in Zukunft zahlreiche Baumaßnahmen durchführen, auf eine Auflistung verzichte ich aus Platzmangel. Wir Gemeinderäte müssen vorausschauend denken, handeln und uns auf das Machbare konzentrieren. Eine starke Verschuldung, die die Genehmigung des gesamten Gemeindehaushaltes gefährdet, ist nicht akzeptabel. Auch ist den Bürgern nicht zumutbar, ständig Grund- und Gewerbesteuer zu erhöhen, wie es viele Nachbarkommunen praktizieren.
Das Büro Löhle Neubauer hat jetzt vom Gemeinderat die Aufgabe erhalten, zu prüfen ob mit 6,8 Millionen brutto der Umbau und die Erweiterung mit ihrem Siegerentwurf realisiert werden kann. Natürlich mit vielen Einsparungen und Zurückstellung von Wünschen. Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Aber auch der Neubau des Kinderhauses Schau hinaus in der Brucknerstraße wurde gedeckelt, 2,9 Millionen Euro waren damals die Obergrenze und es hat funktioniert.
Martin Zerrer, Gemeinderat Fraktion CDU/Freie Wähler
Quelle: Korber Mitteilungsblatt Nr. 2, 14.1.2016, Seite 4.