CDU Korb

Die Gemeinderäte haben das Wort

Heute: Martin Zerrer
Wohnungsnot – Korb steuert dagegen

Heute möchte ich als Kreisrat berichten. „5.000 neue Wohnungen sind nötig. Die Wohnungsnot im Rems-MurrKreis wird größer“. Diese Aussage, nachzulesen in der Waiblinger Kreiszeitung vom 05.04.2016, überbrachte der Geschäftsführer der Kreisbaugesellschaft Waiblingen Dirk Braune, dem Kreistag.

Die Kommunen müssen Baulandfläche zur Verfügung stellen.

Laut dem gültigen Regionalplan soll aber Wohnungsbau nur noch an den Entwicklungsachsen, das heißt direkter Anschluss an die S-Bahn-Linien, stattfinden.

Aber die enorme Nachfrage nach Baugrundstücken und Immobilien aller Art in Korb zeigen genau das Gegenteil auf. Ist ein S-Bahn-Anschluss das Allerwichtigste?

Kurze Wege zum Ballungszentrum Stuttgart und damit Arbeitsplätzen, gute Infrastruktur, landschaftlich herrlich gelegen sind gute Gegenargumente für unseren Wohnort.

Durch die Ausweisung der beiden Baugebiete Hofäcker sowie Südrand-Langenäcker will man zur Linderung der Wohnungsnot beitragen.

Dabei soll auf eine gute Durchmischung aller Wohnformen geachtet werden.

Geschosswohnungsbau, Einzel-, Doppelhäuser, Mehrgenerationenhäuser sowie sozialer Wohnungsbau sollen nebeneinander entstehen.

Im Ortskern werden Altbestände durch stark nachverdichtete Neubauten ersetzt, was viele Bürger nicht nachvollziehen können und dafür den Gemeinderat kritisieren. Diese Nachverdichtung ist aber politisch von der Landesregierung gewollt und wird durch die Landesbauordnung rechtlich abgesichert.

Sie sehen, Korb versucht seine Hausaufgaben in Bezug auf Wohnungsbau zu machen, aber es ist noch ein weiter Weg.

Martin Zerrer, Gemeinde- und Kreisrat (CDU)


 

Quelle: Korber Mitteilungsblatt Nr. 21, 27.5.2016, Seite 3f.